Einzelne Programme, Kooperationen, Besonderes
METAMORPHOSIS ist eine musikalisch-visuelle Doppel-Improvisation mit Stephan Graf von Bothmer (CineTronium) und Michael Koschorreck (visual art) .
METAMORPHOSIS zeigt sich stetig wandelnde, verstörend-schöne Dinge und macht sie hörbar. Das abendfüllende Format ist eine audiovisuelle Reise in noch nie gehörte, noch nie gesehene Welten: Stephan Graf von Bothmer improvisiert am CineTronium, einem elektronischen Musikinstrument, das der Komponist speziell für Live-Filmmusik entwickelt hat und das unter anderem aus dem derzeit modernsten Synthesizer, dem Osmose, und einem der ältesten, dem EMS Logic besteht. Michael Koschorreck improvisiert parallel hierzu visual art, die z.B. auf eine Leinwand projiziert wird. Koschorreck ist ein Meister seines Faches und unter anderem für Tangerine Dream und Peter Schilling tätig und hat auch schon für die Oper Graz gearbeitet. Musikalische und visuelle Improvisation laufen parallel ab, gehen aber nur punktuell Synthesen ein. Das Publikum erlebt einen Strom aus Tönen und Bildern, Klängen und Formen, Rhythmen und Farben, sich überlagernden, steigernden und wieder zerfließenden patterns und loops, die sich – wie bunte Formen in einem Kaleidoskop – ständig verändern. Ihre Metamorphose erzeugt in der Flut der Eindrücke Kohärenz und Stimmigkeit und Sinn.
Dabei gleicht kein Abend dem anderen, jede Aufführung ist nur im Hier und Jetzt zu erleben; METAMORPHOSIS ist die Erlösung des Kunstwerks aus seiner technischen Reproduzierbarkeit mit den Mitteln der Technik. Die tönend bewegten Formen entwickeln in ihrer Kombination einen geradezu hypnotischen Sog in eine fremdartige, verlockende Welt, stetig im Werden und Vergehen, stetig in sich wandelnder, glühender Pracht.
Ein Proben-Outtake gibt es hier.
Dauer:
etwa. 110 Minuten inkl. 20 Minuten Pause
Drei kleine, feine Abende: Vergänglichkeit - Zweifel - Freude mit Werken für Violine solo und Sprache
Die Geigerin Elena Martinez-Eisemberg und die Schauspielerin Gabriele Drechsel haben sich in Darmstadt gefunden und gemeinsam die Trilogie Vergänglichkeit - Zweifel - Freude entwickelt, die perfekt auf die Tage Gründonnerstag/Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag/Ostermontag passt, aber auch zu allen anderen Gelegenheiten. Werke für Violine solo von Johann Sebastian Bach, Giuseppe Tartini, Miroslav Miletic, Fazil Say, Max Reger, Sergeij Prokofiew und immer wieder Eugène Ysaӱe alternieren mit Texten von Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Hölderlin, Sarah Kirch, Else Lasker-Schüler, Friedrich Schiller, Rose Ausländer, Josef von Eichendorff, Georg Trakl, Louise Glück, Hilde Domin, Bert Brecht, Ricarda Huch, Heinrich Heine, Ernst Jandl und anderen mehr.
Drei Abende zwischen 50 und 80ß Minuten Dauer, keine Pausen. Buchung jederzeit möglich.
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Der Schauerroman von Mary Shelley in einer außergewöhnlichen szenisch-musikalischen Lesung mit Christian Klischat (Sprache) und Orgel-Improvisation (Stephan von Bothmer)
Gerade mal einundzwanzig Jahre alt ist Mary Shelley, als am 1. Januar 1818 ihr Frankenstein-Roman erscheint. Er wird schnell zu einem der bekanntesten Werke der fantastischen Literatur. Shelley erzählt die fiebrige Geschichte um Victor Frankenstein, der kraft der Naturwissenschaften wie Gott sein will. Und sie erzählt vom künstlich geschaffenen und entsetzlich aussehenden Riesen, dessen Einsamkeit und Enttäuschung kein Ventil finden und umschlagen in blutigen Hass gegen seinen Schöpfer.
Kein Zufall, dass sich der Stoff an den Mythos von Prometheus anlehnt, der Leben aus Ton erschuf und sich für sein Menschengeschlecht mit den Göttern überwarf. Und kein Wunder, dass „Frankenstein“ auch zweihundert Jahre nach seinem Entstehen immer noch einen wunderbar gruseligen Lese-, Vorlese- und Interpretationsstoff abgibt.
Musik und Sprache durchdringen, überlagern, ergänzen und steigern sich gegenseitig in dieser faszinierenden, monströsen, berührenden Neufassung ddes Gruselklassikers - ein nervenzerrendes Erlebnis!
Regie und Einrichtung: Götz Brandt, Dauer: gut zwei Stunden (inkl. Pause), Buchung jederzeit.
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Wider das Vergessen: Musik von ehemals verboten Komponisten und Texte von ehemals verbotenen Dichter:innen.
Auf dem Programm stehen das Klaviertrio D-Dur op. 1 von Erich Wolfgang Korngold, die Suite 1922 op. 26 on Paul Hindemith, die 1. Klaviersonate op. 10 von Viktor Ullmann und das Klaviertrio a-Moll op. 24 von Mieczyslaw Weinberg. Das Trio Delyria (David Strongin, Violine; Uriah Tutter, Violoncello; Elisha Kravitz, Klavier) übernimmt die rahmenden Klaviertrios, Çagla Gürsoy die Solowerke in der Mitte des Programms. Gabriele Drechsel, Ensemblemitglied am Schauspiel Darmstadt, liest kurze Texte und Gedichte von Stefan Zweig, Ernst Jandl, Walter Mehring, Erich Kästner und Mascha Kaléko.
Die Werke bieten einen so repräsentativen wie abwechslungsreichen Querschnitt durch die Musik, die durch NS-Verdikt verboten worden war. Zudem sind sie eine spannende Zeitreise durch die außergewöhnlich raschen Entwicklungsstufen der Musik in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts – von der luxurierenden Spätromantik von Korngold über die jazzig-frechen Music-Hall-Klänge von Hindemith zur Neuen Sachlichkeit von Ullmann und dem unverwechselbaren Personalstil von Weinberg, der mit Schostakowitsch eng befreundet war. Die Texte, zumeist Gedichte, spiegeln die Stimmung der Entstehungszeit der Musik wider und laden ein zum Diskurs. Der Abend dauert gut 2 Stunden mit Pause, ein musikwissenschaftlich fundierter, trotz des ernsten Themas unterhaltsamer Einführungsvortrag von Steffen Meder hilft, Verständnis für die selten gehörten Werke zu entwickeln.
Das Programm wurde von Steffen Meder entwickelt und bislang dreimal erfolgreich aufgeführt: Jüdisches Museum Frankfurt am Main, Französisch-Reformierte Kirche Offenbach am Main, Ernst-Ludwig-Saal Darmstadt-Eberstadt (Dotter-Konzerte). Buchung jederzeit möglich.
Mehr erfahrenNeben Künstlervermittlung und Projektarbeit sind aktuell folgende Programme im Angebot.